Neues Leben für einen BMW Bertone 3200CS

Die Geschichte einer außergewöhnlichen Restaurierung

Ein klägliches Fundstück in einer Frankfurter Hinterhofwerkstatt. Instandsetzungen, die Mängel nur kaschierten, aber nie behoben und die im Laufe der Zeit ein Eigenleben entwickelten. Der BMW 3200 CS, Baujahr 1964, hatte eine bewegte Historie. Sein neuer Eigentümer stand vor der Entscheidung: Verschrotten oder Restaurieren. 

 

Es existieren ja nur noch wenige von diesen Autos. Die meisten sind längst verschrottet. Und diese alten Fahrzeuge sind ja fast so etwas wie Kulturgut. Der Motor schien in Ordnung, das Fahrwerk schien in Ordnung, innen war er schon restauriert. Deshalb bin ich gerne der Empfehlung von Herrn Schad gefolgt, das Fahrzeug vollständig wiederherzustellen.

Da weder Ersatzteile noch Pläne existierten, haben sich unsere Karosseriebaumeister für ein ungewöhnliches Vorgehen entschieden. Zunächst wurde die Karosserie Bauteil für Bauteil zerlegt. Jedes einzelne Stück Blech wurde akribisch von Zinn und Spachtel befreit und blank geschliffen. Bleche, die nicht zu retten waren, wurden neu geformt. Dazu wurde in aufwendiger Handarbeit ein Holzmodell erstellt.

Immer wenn ich hier in die Werkstatt komme, freue ich mich, den Fortschritt zu sehen. Es ist schon toll zu sehen, wir hier gearbeitet wird. Alles wird immer top vorbereitet und ich schätze den Austausch mit den Fachleuten. Sie führen mich Schritt für Schritt durch und geben Empfehlungen. Es gibt ja die ganzen Teile nicht mehr. Wie hier die Karosserie mit dem Holzgestell wieder neu aufgebaut wird, das ist schon eine Sensation.